mondfische bali nusa penida
Mondfische Bali Nusa Penida am 3.Juni 2008


Die Bucht, die Crystal Bay genannt wird, ist schön. Der Strand, zu dem wir rüberschwimmen können, wenn wir zwei Tauchgänge machen, ist von feinstem Sand. Am Eingang der Bucht, vom Meer her gesehen, stehen kantige Felsen, zwischen denen, wenn hohe Wellen sind, Wasser gischtig hervorschießt.
Die Fahrt hinüber nach Nusa Penida, der kleinen balinesischen Insel, an dessen Südseit Crystal Bay liegt, ist ruhig. Wellen können den Weg zu einem spannenden Erlebnis werden lassen, bei dem man sich manchmal festhalten muss.
Wir starten kurz nach acht und sind um neun im Wasser – eine kleine Gruppe mit Kirman, dem erfahrenen Divemaster, einem Vater mit seinem Sohn und einem bärtigen Burschen, von dem ich, außer, dass er ein guter Taucher ist, nicht viel weiß.
Kirman kennt die Mondfische. Ich bin einmal ohne ihn losgezogen und hab sie verpasst. Wie ich mich geärgert habe!
Es ist der 3.Juni, 2008. Die offizielle Mondfischzeit beginnt im Juli. Aber es gibt auch Taucher, die sagen, dass die Mondfische das ganze Jahr in der Nähe sind. Sie sollen, wenn das Wasser im Oberflächenbereich warm ist, also über 25 Grad, tief stehen. Gut, die Mondfischzeit ist die Zeit, in der die Tiere auch in Tiefen zu finden sind, in die man als Freizeittaucher gefahrlos kommen kann.

Am Anfang des Tauchgangs: Eine Seeschlange. Ich mag die eleganten, friedlichen Kerlchen.
Wir folgen dem Abhang, der die Felsen, am Eingang der Bucht, nach unten fortsetzt. Dort sieht man sie häufig im August und September. Wir tauchen in Richtung Kanal (Selat Toyapakeh), die tiefe, strömungsreiche Wasserstraße, die Nusa Penida von Nusa Ceningan trennt.
Plötzlich gibt Kirman ein Zeichen. Ich schwimme langsam, fast behutsam auf den Kerl zu. Dann an ihm vorbei. Die Videokamera läuft. Ich muss aufpassen, dass ihn meine Blasen nicht stören.
Ein zweiter, etwas darunter. Meine Maske beschlägt andauernd. Ausgerechnet jetzt. (Selber schuld: Ich hab die Zahnpasta vergessen.) Ich hole eine kleine Kompaktkamera aus der Tauchweste und fotografiere. Dann schalte ich die Videokamera wieder ein und filme und fotografiere gleichzeitig. Im Hintergrund, schräg über mir, die anderen Taucher, die nicht so tief wollen. Ich bin jetzt auf 45 Metern.
Ich blicke auf meinen Tauchcomputer, der mich mahnt, umzukehren.
Auf dem Rückweg zum Boot, bin ich über den anderen Tauchern, die nun näher zu einem weiteren Mondfisch sind. Der Bärtige macht ein Foto.
Kurz bevor wir in fünf Metern Tiefe den Sicherheitsstopp machen, schaue ich unter einen Korallenblock, unter dem ich vor ein paar Monaten einen Wobbegong – Hai gesehen habe. Nein, er ist nicht da.
In fünf Metern Tiefe drücke ich Kirman die Hand. Danke, toll, wie du die wieder gefunden hast.
Bei Interesse auch www.divingbalivideo.com
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Posted on 03 Jun 2008 by michaelv

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