wie wir unser kleines Tauchcenter genannt
haben. Willkommen auf Bali, willkommen in Tulamben, Mimpang und
Tepekong, Gili Biaha, Pulau Menjangan und Padangbai. Willkommen
bei PADI – Tauchkursen für Anfänger
und Fortgeschrittene. Bali bietet mit das beste Tauchen, das man auf
dem blauen Planeten finden kann, wenn man als Kriterium Vielfalt
zu Grunde legt. In den Monaten von Juli bis Oktober kommen Mola
Mola (Mondfische) an die Riffe von Nusa Penida und Mimpang, um
sich von Falter –
und Kaiserfischen die Parasiten aus den Schuppen zupfen zu lassen.
Und diese Reisenden der Ozeane werden regelmäßig gesehen
und man kann ihnen relativ leicht nahe kommen. Sehen Sie sich hier
ein Video mit Mondfischen an:
Mondfische
Es gibt Tauchplätze, an
denen man fast immer auf Haie stößt (Mimpang, z.B.) und die
Gewässer Nusa Penidas beherbergen einige der schönsten Korallengärten,
die man sich vorstellen kann. Das Wrack der USS Liberty in Tulamben
ist Heim für eine Unzahl von Fischarten, von denen etliche in großer
Zahl um die korallenbedeckten Eisenplatten schwirren. Eindrucksvoll
sind große Papageienfische und der alte Barrakuda. Wunderschön
ist auch die kleine Insel Menjangan, die in einem Nationalpark liegt.
Schon die Fahrt hinüber ist angenehm und vergrößert
die Spannung vor dem ersten Tauchgang. Der Korallenbewuchs ist gut,
die Steilwände - dropoffs - lassen die Taucher über tiefes
Blau fliegen. Ab und zu sollen Walhaie vor die Insel kommen. Nur: Michael
hat noch keinen gesehen.
Wir bieten Tauchausflüge zu all diesen guten Tauchplätzen,
organisieren Tauchfahrten für einen Tag oder Meertagestouren, in
denen die besten Tauchplätze Balis enthalten sind oder der größte
Teil davon. Auch Tauchreisen zu anderen Inseln Balis sind möglich,
nach Bira zum Beispiel oder nach Lombok. Informationen darüber
bitte über E – Mail oder telefonisch erfragen.
Michael bietet als PADI - Tauchlehrer sämtliche Tauchkurse vom
Anfänger (Open Water) bis zum ersten professionellen Grad der
PADI - Taucher, dem Divemaster.
Auf Wunsch kann für alle Tauchgäste Unterkunft organisiert
werden. Für Divemaster-Kandidaten gibt es die Möglichkeit,
einen zehntägigen Kurs zu absolvieren oder in einem Internship,
das Handwerk längerfristig zu lernen. Die Preise für den Open
Water liegen bei 300 Euro, für den Advanced Open Water bei 280
Euro, den Rescue - Diver bei 300 Euro. Bitte die aktuellen Preise für
den Divemaster bei Michael erfragen. Bali: 081 337 755 729.
Tagesfahrten nach Tulamben (mit dem berühmten Wrack der Liberty)
kosten pro Person 80 Euro, nach Padangbai oder Candi Dasa auch 80 Euro.
Menjangan ist für 100 Euro zu haben. Nusa Penida kostet 80 Euro.
Im Preis inbegriffen sind das Mittagessen mit einer Essensauswahl auf
der Karte und einem Getränk, so wie Getränke, die im Wagen
in einer Kühlbox mitgeführt werden, außerdem Flaschen
und Gewichte. Michael wird auch gerne Unterwasseraufnahmen oder Videos
von ihren Tauchausflügen machen.
EINE FOTODOKUMENTATION IST
IN ALLEN TAUCHTOUREN UND TAUCHKURSEN IM PREIS INBEGRIFFEN. SIE KOENNEN
EINE SONYCYBERSHOT FÜR TAUCH - FAHRTEN BEI UNS MIETEN.WIR KÖNNEN
DIE KAMERA LEIDER NICHT VERLEIHEN, WENN SIE NICHT MIT UNS TAUCHEN. AUCH
EINE VIDEOKAMERA KANN BEI UNS GEMIETET WERDEN. SIE TAUCHEN UND KÖNNEN
IHRE EIGENEN DOKUMENTATIONEN MACHEN. AUCH HIER IST DIE KAMERA NUR ZUSAMMEN
MIT EINEM TAUCHAUSLFUG ZU HABEN. Bitte schauen Sie sich auch die Fotogalerie
an und die Informationen über Fotografieren und Video.
UNTERWASSERHOCHZEIT: Wir dokumentieren für Sie den Beginn eines
gemeinsamen Lebens. Sie tauchen als Braut und Bräutigam, geben
sich unter Wasser das Ja – Wort. Wir machen Photos und Video.
Unvergessliches Tauchen an einem unvergesslichen Tag.
Sie können natürlich auch mit Mantas tauchen:
Tauchen um Padangbai kann so aussehen:
Ein Tauchgang um Mimpang
Copyright, alle Rechte vorbehalten Michael Haas
Tauchen um Mimpang – Bali Bali,
27. Juli, 2007
Mimpang besteht aus winzigen Inselchen, oder vielleicht nur
großen
Felsformationen, die ein paar Kilometer von Candi Dasa entfernt ins
Meer gestreut sind.
Karstige Inseln – auf einer hängt auf einem dürren
Baum ein Adlernest, schroffe Felsen, um die gewaltige Strömungen
rauschen, die die Fische anziehen, weil das lebende Wasser Plankton
mit sich bringt, auf das kleine Mäuler offen stehend warten, während
die großen Räuber, den Kleinen nachstellen.
Und die Taucher? Die freuen sich über die kleinen farbenprächtigen
Anthiasbarsche, (die die Geschlechtlichkeit auf weibliche und männliche
Art zu genießen verstehen. Die Weibchen wechseln, wenn die Zeit
gekommen ist, und leben als Männchen weiter.), über die schwarzen
Doktorfische, über große Makrelen mit blöd glotzenden
Augen und schnellen eleganten Bewegungen, über Riffhaie die in
der Strömung stehen wie Falken in der Luft, über die Mondfische,
die hingegeben mit offenen Mündern die Behandlung der Putzerfische über
sich ergehen lassen.
Um Mimpang ist also für Taucher und Fische gleichermaßen
gesorgt. Das Rad des Lebens läuft rund, die individuellen Enden
greifen hinüber in neue Anfänge.
Ich komme um Sieben in Candi Dasa an. Pak Cirlik, ein Balinese mit
riesigen Oberarmen und mächtigem Bauch, grinst fröhlich,
als er mich sieht. Wir begrüßen uns, lachen. Ich haue
ihm freundschaftlich auf die riesige Brust. Er sagt, dass ich gesund
aussehe. Schönes Kompliment, danke.
Neben dem Parkplatz, der direkt neben einer Mauer am Meer liegt, steht
eine Essbude. Kaffee ohne Zucker, fragt der hagere Mann, der mich kennt.
Ja, gerne, danke.
Ich schaue hinüber zu den Inseln. Wild sehen sie aus.
Pak Cirlik geht sein Auslegerboot holen. Es ist ein paar hundert Meter
weiter nördlich geparkt, weil dort die Wellen sanfter sind. Er
fährt in die Auslaufstelle, wird von den Wellen hin – und
hergeworfen, fährt ein Stück zurück ins offene Wasser,
wo es ruhiger ist.
Ein paar Männer tragen die Flaschen zum Boot. Pak Cirlik wagt
die Einfahrt in die Wellenzone zum zweiten Mal. Ich schwinge mich in
den mit zwei großen Bambusstangen stabilisierten Einbaum. Cirlik
blickt konzentriert auf die Wellen, um den richtigen Moment zu erwischen.
Plötzlich dreht er am Gasgriff des Motors. Das kleine Boot setzt
sich in Bewegung, hebt den Bug, als es über eine Welle kommt,
klatscht auf der Talseite des Wasserhügels nach unten. Wir sind
raus aus dem Getümmel. Cirlik lässte eine milimeterstarke
Nylonschnur mit einer kleinen toten Makrele ins Wasser, zieht dann
rythmisch an der Schnur, damit sich der Köder hebt und senkt.
Er lenkt mit dem Fuß.
Die Strömung geht auf die Felsen zu. Cirlik parkt das Auslegerboot
zweihundert Meter entfernt. Das Wasser wird mich zu den Felsen bringen.
Die Spannung legt sich nach drei Atemzügen. Das Atemgerät
funktioniert. Es hat bisher immer funktioniert.
Ich falle auf 26 Meter, blicke auf den Kompass. Auf dem sandigen Gelände, über
das ich gleite, sind häufig Haie. Heute nicht. Weichkorallen leuchten
in gelb und rot. Die Strömung wird stärker, drückt mich
hinauf in Richtung Oberfläche. Ich muss mich festhalten. Mein
Atem geht schneller. Bloß jetzt nicht loslassen, sonst bin ich
in einer Minute im Flachen, was zu schnell ist.
Jetzt sind die Haie da. Elegant bewegen sie sich. Mit einer Hand bringe
ich die Kamera in Position, schalte die Lampen ein. Ich jubiliere.
Ein Räuber fliegt knapp an mir vorbei, um dann außer Sichtweite
zu gleiten.
Nach zwei Minuten ist der Auftritt der Haie vorbei.
Langsam arbeite ich mich dorthin, wo die Steilwand auf über 60
Meter abfällt. Dort sollen in der kalten Jahreszeit Mondfische
stehen. Es ist August. Das Wasser hat nur 23 Grad. Das ist kalt – für
Bali.
In 28 Metern kommt eine Sprungschicht. Die Temperatur fällt auf
20 Grad. Jetzt. Meine Erwartung wächst ins Unermessliche. Da,
am Rande meiner Sichtgrenze, der geisterhafte Umriss eines Mondfisches.
Ich blicke auf meinen Computer. Mir bleiben noch 3 Minuten bis zur
Deko. Ich schalte die Kamera an. Der Mondfisch steht schräg im
Wasser, umgeben von Falterfischen. Ein großer Kaiser taucht hinter
seinem Rücken auf, um nun die mir zugewandte Seite nach Parasiten
abzusuchen. Wie klein der Kaiser gegen den großen Fisch aussieht.
Er lässt mich herankommen. Das Auge erinnert mich an ein Pferd.
Ich muss nach oben. Die Umrisse der Korallenblöcke unter mir
verschwinden in einer rasanten Strömung. Ich lasse meine Signalboje
wie einen Torpedo an die Oberfläche sausen.
Langsam bin ich auf fünf Meter geklettert. Dort bleibe ich ein
paar Minuten, um meinem Körper die Adaption an den geringeren
Druck zu erleichtern. Im Prinzip ist Tauchen wie Bergsteigen: Wer zu
schnell aufsteigt, kriegt Probleme.
Copyright, alle Rechte vorbehalten Michael
Haas
Am 7. August habe ich vor Mimpang Weißspitzen
Riff Haie
gefilmt:
Rüber nach Nusa Penida zum Mantapoint
und zur Cristal Bay
Bali, 4. August 2007
Die östliche kleine Nachbarinsel Balis ist bekannt für reißende
Strömungen, die ihre Ufer umspülen. Gegen den Süden
knallen die Brecher des Indischen Ozeans, die wunderschön anzuschauen
sind, wenn man der Gewalt des Meeres etwas abgewinnen kann. Unter den
Wellen fühlen sich Großfische zu Hause. Es gibt dort, zwischen
schroffen Felsen, die, wie kleine Nordwände, den Wellen Trotz
bieten, Mantas. Aus Gründen, die vielleicht irgendwann von Biologen
verstanden werden, haben die großen Rochen hier einen Platz,
an dem sie sich von kleinen Fischen reinigen lassen. Sie kommen immer
an diesen Platz zurück, wenn ihnen nicht irgendwann die vielen
Taucher auf die Nerven gehen, die in Schwärmen kommen, um sie
zu sehen.
Es ist – wegen der Brecher, die an die Felsen donnern, ein Abenteuer
mit den Mantas zu tauchen. Man wird unter Wasser hin – und hergeworfen
wie ein Schwimmreifen im Wellenbad von Bad Tölz. Die Boote halten
sicheren Abstand von der schroffen Küste. Die Taucher lassen sich
im Freiwasser nach unten fallen und tauchen unter den Wellen durch,
die sie mächtig vor und zurück und hoch und runter bewegen.
Und dann kommen die großen Schatten. Schwarze Rücken und
weiße Unterseiten bewegen sich majestätisch zwischen den
Tauchern, die sich plump mit merkwürdigen Blubbergeräuschen
in ihrem Reich bewegen.
Sie filmen und fotografieren oder vergessen vor Staunen zu atmen, verschlucken
sich und staunen vorsichtiger weiter. Nach 50 Minuten wird aufgetaucht.
Die Luft ist zu Ende oder der Vorrat an Wärme aufgebraucht. Das
Wasser ist kalt.
Auf dem Boot wird gescherzt und gelacht und Blicke geworfen auf die
kleinen Bildschirme der digitalen Kameras, mit denen ein Eindruck gewonnen
wird von den beeindruckenden Bildern, die gemacht wurden.
Die Tauchflaschen werden gewechselt für die Cristal Bay, wo der
nächste Ausflug stattfinden wird. Wenn die Strömung nicht
zu stark ist. Cristal Bay liegt direkt neben der Selat Toyapakeh, eines
Kanals mit zu Zeiten reißenden Strömungen. Die Taucher müssen
aufpassen, dass sie dort nicht hineingeraten, wenn es gefährlich
ist.
Manchmal, in der kalten Jahreszeit, stößt man auf Mondfische,
die groß wie überdimensionale senkrechte Pfannkuchen im
Wasser stehen und sich mit offenen Mündern von Putzerfischen Parasiten
aus den Schuppen zupfen lassen. Man glaubt das körperliche Vergnügen
der Tiere an den offenen Mündern ablesen zu können und freut
sich darüber, die Gefühle von Tieren zu verstehen.
Die Mondfische werden zwei Meter lang und mit den riesigen Bauch – und
Rückenflossen drei Meter hoch.
Die großen pferdeähnlichen Augen blicken freundlich auf
die Taucher mit den Unterwassergehäusen der Kameras, an denen
grelle Lampen hängen. Sie zwinkern nicht, wenn man die Scheinwerfer
auf sie richtet und manchmal bleiben sie lange Minuten, wo man sie
entdeckt hat und lassen sich von allen Seiten und allen Winkeln aufnehmen.
Wieder zeigen die Taucher einander auf dem Boot mit strahlenden Augen
die Bilder.
Gute Tage, schöne Erlebnisse. Und zu Hause wird man sie teilen
können. Dafür hat man die Bilder gemacht. Für das Staunen
der Freunde hat man die Bilder hauptsächlich gemacht. Sonst müsste
man ja hier bleiben und öfter wieder kommen. Aber so kann man
sich zufrieden geben. Und in einem Jahr werden die große Fische
ja auch noch in den Strömungen stehen.
Copyright, alle Rechte
vorbehalten Michael Haas
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