INFORMATIONEN im August 2007 AKTUALISIERT

Willkommen bei Blue Paradise,


wie wir unser kleines Tauchcenter genannt haben. Willkommen auf Bali, willkommen in Tulamben, Mimpang und Tepekong, Gili Biaha, Pulau Menjangan und Padangbai. Willkommen bei PADI – Tauchkursen für Anfänger und Fortgeschrittene. Bali bietet mit das beste Tauchen, das man auf dem blauen Planeten finden kann, wenn man als Kriterium Vielfalt zu Grunde legt. In den Monaten von Juli bis Oktober kommen Mola Mola (Mondfische) an die Riffe von Nusa Penida und Mimpang, um sich von Falter – und Kaiserfischen die Parasiten aus den Schuppen zupfen zu lassen. Und diese Reisenden der Ozeane werden regelmäßig gesehen und man kann ihnen relativ leicht nahe kommen. Sehen Sie sich hier ein Video mit Mondfischen an:

Mondfische

 

 

 

Es gibt Tauchplätze, an denen man fast immer auf Haie stößt (Mimpang, z.B.) und die Gewässer Nusa Penidas beherbergen einige der schönsten Korallengärten, die man sich vorstellen kann. Das Wrack der USS Liberty in Tulamben ist Heim für eine Unzahl von Fischarten, von denen etliche in großer Zahl um die korallenbedeckten Eisenplatten schwirren. Eindrucksvoll sind große Papageienfische und der alte Barrakuda. Wunderschön ist auch die kleine Insel Menjangan, die in einem Nationalpark liegt. Schon die Fahrt hinüber ist angenehm und vergrößert die Spannung vor dem ersten Tauchgang. Der Korallenbewuchs ist gut, die Steilwände - dropoffs - lassen die Taucher über tiefes Blau fliegen. Ab und zu sollen Walhaie vor die Insel kommen. Nur: Michael hat noch keinen gesehen.


Wir bieten Tauchausflüge zu all diesen guten Tauchplätzen, organisieren Tauchfahrten für einen Tag oder Meertagestouren, in denen die besten Tauchplätze Balis enthalten sind oder der größte Teil davon. Auch Tauchreisen zu anderen Inseln Balis sind möglich, nach Bira zum Beispiel oder nach Lombok. Informationen darüber bitte über E – Mail oder telefonisch erfragen.
Michael bietet als PADI - Tauchlehrer sämtliche Tauchkurse vom Anfänger (Open Water) bis zum ersten professionellen Grad der PADI - Taucher, dem Divemaster.


Auf Wunsch kann für alle Tauchgäste Unterkunft organisiert werden. Für Divemaster-Kandidaten gibt es die Möglichkeit, einen zehntägigen Kurs zu absolvieren oder in einem Internship, das Handwerk längerfristig zu lernen. Die Preise für den Open Water liegen bei 300 Euro, für den Advanced Open Water bei 280 Euro, den Rescue - Diver bei 300 Euro. Bitte die aktuellen Preise für den Divemaster bei Michael erfragen. Bali: 081 337 755 729.


Tagesfahrten nach Tulamben (mit dem berühmten Wrack der Liberty) kosten pro Person 80 Euro, nach Padangbai oder Candi Dasa auch 80 Euro. Menjangan ist für 100 Euro zu haben. Nusa Penida kostet 80 Euro. Im Preis inbegriffen sind das Mittagessen mit einer Essensauswahl auf der Karte und einem Getränk, so wie Getränke, die im Wagen in einer Kühlbox mitgeführt werden, außerdem Flaschen und Gewichte. Michael wird auch gerne Unterwasseraufnahmen oder Videos von ihren Tauchausflügen machen.

EINE FOTODOKUMENTATION IST IN ALLEN TAUCHTOUREN UND TAUCHKURSEN IM PREIS INBEGRIFFEN. SIE KOENNEN EINE SONYCYBERSHOT FÜR TAUCH - FAHRTEN BEI UNS MIETEN.WIR KÖNNEN DIE KAMERA LEIDER NICHT VERLEIHEN, WENN SIE NICHT MIT UNS TAUCHEN. AUCH EINE VIDEOKAMERA KANN BEI UNS GEMIETET WERDEN. SIE TAUCHEN UND KÖNNEN IHRE EIGENEN DOKUMENTATIONEN MACHEN. AUCH HIER IST DIE KAMERA NUR ZUSAMMEN MIT EINEM TAUCHAUSLFUG ZU HABEN. Bitte schauen Sie sich auch die Fotogalerie an und die Informationen über Fotografieren und Video.


UNTERWASSERHOCHZEIT: Wir dokumentieren für Sie den Beginn eines gemeinsamen Lebens. Sie tauchen als Braut und Bräutigam, geben sich unter Wasser das Ja – Wort. Wir machen Photos und Video. Unvergessliches Tauchen an einem unvergesslichen Tag.

Sie können natürlich auch mit Mantas tauchen:



Tauchen um Padangbai kann so aussehen:

 

 

 

Ein Tauchgang um Mimpang

Copyright, alle Rechte vorbehalten  Michael Haas

Tauchen um Mimpang – Bali                     Bali, 27. Juli, 2007

 

Mimpang besteht aus winzigen Inselchen, oder vielleicht nur großen Felsformationen, die ein paar Kilometer von Candi Dasa entfernt ins Meer gestreut sind.
Karstige Inseln – auf einer hängt auf einem dürren Baum ein Adlernest, schroffe Felsen, um die gewaltige Strömungen rauschen, die die Fische anziehen, weil das lebende Wasser Plankton mit sich bringt, auf das kleine Mäuler offen stehend warten, während die großen Räuber, den Kleinen nachstellen.
Und die Taucher? Die freuen sich über die kleinen farbenprächtigen Anthiasbarsche, (die die Geschlechtlichkeit auf weibliche und männliche Art zu genießen verstehen. Die Weibchen wechseln, wenn die Zeit gekommen ist, und leben als Männchen weiter.), über die schwarzen Doktorfische, über große Makrelen mit blöd glotzenden Augen und schnellen eleganten Bewegungen, über Riffhaie die in der Strömung stehen wie Falken in der Luft, über die Mondfische, die hingegeben mit offenen Mündern die Behandlung der Putzerfische über sich ergehen lassen.
Um Mimpang ist also für Taucher und Fische gleichermaßen gesorgt. Das Rad des Lebens läuft rund, die individuellen Enden greifen hinüber in neue Anfänge.
Ich komme um Sieben in Candi Dasa an. Pak Cirlik, ein Balinese mit riesigen Oberarmen und mächtigem Bauch, grinst fröhlich, als er mich sieht.  Wir begrüßen uns, lachen. Ich haue ihm freundschaftlich auf die riesige Brust. Er sagt, dass ich gesund aussehe. Schönes Kompliment, danke.
Neben dem Parkplatz, der direkt neben einer Mauer am Meer liegt, steht eine Essbude. Kaffee ohne Zucker, fragt der hagere Mann, der mich kennt. Ja, gerne, danke.
Ich schaue hinüber zu den Inseln. Wild sehen sie aus.
Pak Cirlik geht sein Auslegerboot holen. Es ist ein paar hundert Meter weiter nördlich geparkt, weil dort die Wellen sanfter sind. Er fährt in die Auslaufstelle, wird von den Wellen hin – und hergeworfen, fährt ein Stück zurück ins offene Wasser, wo es ruhiger ist.
Ein paar Männer tragen die Flaschen zum Boot. Pak Cirlik wagt die Einfahrt in die Wellenzone zum zweiten Mal. Ich schwinge mich in den mit zwei großen Bambusstangen stabilisierten Einbaum. Cirlik blickt konzentriert auf die Wellen, um den richtigen Moment zu erwischen. Plötzlich dreht er am Gasgriff des Motors. Das kleine Boot setzt sich in Bewegung, hebt den Bug, als es über eine Welle kommt, klatscht auf der Talseite des Wasserhügels nach unten. Wir sind raus aus dem Getümmel. Cirlik lässte eine milimeterstarke Nylonschnur mit einer kleinen toten Makrele ins Wasser, zieht dann rythmisch an der Schnur, damit sich der Köder hebt und senkt. Er lenkt mit dem Fuß.
Die Strömung geht auf die Felsen zu. Cirlik parkt das Auslegerboot zweihundert Meter entfernt. Das Wasser wird mich zu den Felsen bringen. Die Spannung legt sich nach drei Atemzügen. Das Atemgerät funktioniert. Es hat bisher immer funktioniert.
Ich falle auf 26 Meter, blicke auf den Kompass. Auf dem sandigen Gelände, über das ich gleite, sind häufig Haie. Heute nicht. Weichkorallen leuchten in gelb und rot. Die Strömung wird stärker, drückt mich hinauf in Richtung Oberfläche. Ich muss mich festhalten. Mein Atem geht schneller. Bloß jetzt nicht loslassen, sonst bin ich in einer Minute im Flachen, was zu schnell ist.
Jetzt sind die Haie da. Elegant bewegen sie sich. Mit einer Hand bringe ich die Kamera in Position, schalte die Lampen ein. Ich jubiliere. Ein Räuber fliegt knapp an mir vorbei, um dann außer Sichtweite zu gleiten.
Nach zwei Minuten ist der Auftritt der Haie vorbei.

Langsam arbeite ich mich dorthin, wo die Steilwand auf über 60 Meter abfällt. Dort sollen in der kalten Jahreszeit Mondfische stehen. Es ist August. Das Wasser hat nur 23 Grad. Das ist kalt – für Bali.
In 28 Metern kommt eine Sprungschicht. Die Temperatur fällt auf 20 Grad. Jetzt. Meine Erwartung wächst ins Unermessliche. Da, am Rande meiner Sichtgrenze, der geisterhafte Umriss eines Mondfisches. Ich blicke auf meinen Computer. Mir bleiben noch 3 Minuten bis zur Deko. Ich schalte die Kamera an. Der Mondfisch steht schräg im Wasser, umgeben von Falterfischen. Ein großer Kaiser taucht hinter seinem Rücken auf, um nun die mir zugewandte Seite nach Parasiten abzusuchen. Wie klein der Kaiser gegen den großen Fisch aussieht. Er lässt mich herankommen. Das Auge erinnert mich an ein Pferd.

Ich muss nach oben. Die Umrisse der Korallenblöcke unter mir verschwinden in einer rasanten Strömung. Ich lasse meine Signalboje wie einen Torpedo an die Oberfläche sausen.
Langsam bin ich auf fünf Meter geklettert. Dort bleibe ich ein paar Minuten, um meinem Körper die Adaption an den geringeren Druck zu erleichtern. Im Prinzip ist Tauchen wie Bergsteigen: Wer zu schnell aufsteigt, kriegt Probleme.

Copyright, alle Rechte vorbehalten  Michael Haas

 

Am 7. August habe ich vor Mimpang Weißspitzen Riff Haie gefilmt:

 

 

 

 

 

Rüber nach Nusa Penida zum Mantapoint und zur Cristal Bay

Bali, 4. August 2007

Die östliche kleine Nachbarinsel Balis ist bekannt für reißende Strömungen, die ihre Ufer umspülen. Gegen den Süden knallen die Brecher des Indischen Ozeans, die wunderschön anzuschauen sind, wenn man der Gewalt des Meeres etwas abgewinnen kann. Unter den Wellen fühlen sich Großfische zu Hause. Es gibt dort, zwischen schroffen Felsen, die, wie kleine Nordwände, den Wellen Trotz bieten, Mantas. Aus Gründen, die vielleicht irgendwann von Biologen verstanden werden, haben die großen Rochen hier einen Platz, an dem sie sich von kleinen Fischen reinigen lassen. Sie kommen immer an diesen Platz zurück, wenn ihnen nicht irgendwann die vielen Taucher auf die Nerven gehen, die in Schwärmen kommen, um sie zu sehen.
Es ist – wegen der Brecher, die an die Felsen donnern, ein Abenteuer mit den Mantas zu tauchen. Man wird unter Wasser hin – und hergeworfen wie ein Schwimmreifen im Wellenbad von Bad Tölz. Die Boote halten sicheren Abstand von der schroffen Küste. Die Taucher lassen sich im Freiwasser nach unten fallen und tauchen unter den Wellen durch, die sie mächtig vor und zurück und hoch und runter bewegen.
Und dann kommen die großen Schatten. Schwarze Rücken und weiße Unterseiten bewegen sich majestätisch zwischen den Tauchern, die sich plump mit merkwürdigen Blubbergeräuschen in ihrem Reich bewegen.
Sie filmen und fotografieren oder vergessen vor Staunen zu atmen, verschlucken sich und staunen vorsichtiger weiter. Nach 50 Minuten wird aufgetaucht. Die Luft ist zu Ende oder der Vorrat an Wärme aufgebraucht. Das Wasser ist kalt.

Auf dem Boot wird gescherzt und gelacht und Blicke geworfen auf die kleinen Bildschirme der digitalen Kameras, mit denen ein Eindruck gewonnen wird von den beeindruckenden Bildern, die gemacht wurden.
Die Tauchflaschen werden gewechselt für die Cristal Bay, wo der nächste Ausflug stattfinden wird. Wenn die Strömung nicht zu stark ist. Cristal Bay liegt direkt neben der Selat Toyapakeh, eines Kanals mit zu Zeiten reißenden Strömungen. Die Taucher müssen aufpassen, dass sie dort nicht hineingeraten, wenn es gefährlich ist.
Manchmal, in der kalten Jahreszeit, stößt man auf Mondfische, die groß wie überdimensionale senkrechte Pfannkuchen im Wasser stehen und sich mit offenen Mündern von Putzerfischen Parasiten aus den Schuppen zupfen lassen. Man glaubt das körperliche Vergnügen der Tiere an den offenen Mündern ablesen zu können und freut sich darüber, die Gefühle von Tieren zu verstehen.
Die Mondfische werden zwei Meter lang und mit den riesigen Bauch – und Rückenflossen drei Meter hoch.
Die großen pferdeähnlichen Augen blicken freundlich auf die Taucher mit den Unterwassergehäusen der Kameras, an denen grelle Lampen hängen. Sie zwinkern nicht, wenn man die Scheinwerfer auf sie richtet und manchmal bleiben sie lange Minuten, wo man sie entdeckt hat und lassen sich von allen Seiten und allen Winkeln aufnehmen.
Wieder zeigen die Taucher einander auf dem Boot mit strahlenden Augen die Bilder.
Gute Tage, schöne Erlebnisse. Und zu Hause wird man sie teilen können. Dafür hat man die Bilder gemacht. Für das Staunen der Freunde hat man die Bilder hauptsächlich gemacht. Sonst müsste man ja hier bleiben und öfter wieder kommen. Aber so kann man sich zufrieden geben. Und in einem Jahr werden die große Fische ja auch noch in den Strömungen stehen. 

Copyright, alle Rechte vorbehalten  Michael Haas

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